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Kompetent Integration gestalten


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30.11.10

Kossendey sieht Projekt auf richtigem Weg

Der Staatsekretär stattete Tandemprojekt zwischen Yezidischem Zentrum und Diakonie einen Besuch ab


Oldenburg (hun). Die Integration von Bürgern mit Migrantenhintergrund

ist zur Zeit aktueller den je. Immer lauter wird die Forderung auch seitens der Politik – konkrete Ideen sind allerdings oft Mangelware. Ein gutes Beispiel wird zur Zeit in Oldenburg praktiziert: Das Projekt „Kompetente Integration gestalten“ (KIng), ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Diakonischen Werk und dem Yezidischen Zentrum, versucht, alte Muster aufzubrechen. Kürzlich besorgte sich der Schirmherr, der Staatsekretär im Verteidigungsministerium Thomas Kossendey, einen Zwischenbericht.

 

Im Yezidischen Zentrum machte sich Thomas Kossendey (4. v. re.) ein Bild über die Fortschritte des Tandem-Projektes „KIng“.

 

Als einen „Dialog auf Augenhöhe“ sieht Thomas Kossendey das Projekt, das jetzt „Bergfest“ feiern konnte. Auch die Diakonie hatte vor einem Jahr Neuland bei der Zusammenarbeit mit den Yeziden Neuland betreten: „Wir wollen in der Zusammenarbeit mit anderen religiösen Gruppen sensibilisiert werden, denn da haben wir noch Lernbedarf“, betont Ulrich Schleppegrell, der das Projekt zusammen mit Behiye Tolan und Ilyas Yanc betreut. Insgesamt 140.000 Euro hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge für die zwei Projektjahre zur Verfügung gestellt.

Bisher ist „KIng“ vor allem im Stadtteil Kreyenbrück aktiv, da sich an der Eidechsenstraße auch das Yezidische Zentrum befindet. Mit seinen Räumlichkeiten bietet es ideale Voraussetzungen für die Projektarbeit. „Wir sind zwar grundsätzlich eine religiöse Gruppe. Unser Zentrum ist jedoch als offenes Haus gestaltet und vor allem auf Funktionalität ausgerichtet“, betont Telim Tolan, Beiratsmitglied des Yezidischen Forums. So wurde dort bisher eine regelmäßige Hausaufgabenhilfe in Zusammenarbeit mit der Hauptschule etabliert, ein Senioren- Café eingerichtet und auch die ersten Familien-Ausflüge unternommen. Darüber hinaus werben die Projektpartner auch aufBundeskongressen und Tagungen für das Tandem-Projekt.

Der größte „Knackpunkt“ soll zugleich einer der Arbeitsschwerpunkte im kommenden Jahr werden: Die Sprachbarriere. „Es gibt sehr viele Menschen, vor allem Frauen, die Deutsch lernen möchten“, betont Behiye Tolan. Heiko Weber, Leiter der Hauptschule in Kreyenbrück, sieht hier große Chancen durch die neue IGS: „Hier ist die Durchmischung von Kindern mit deutschem und migrantischem Hintergrund einfach besser.“ Allerdings sei es wichtig, ausländische Eltern über die verschiedenen Bildungswege besser zu informieren, was natürlich Deutschkenntnisse voraussetze. Als weitere Herausforderung sehen die Projektpartner, noch mehr Ehrenamtliche einzubinden sowie die Kommunikation innerhalb des Vereins.

Thomas Kossendey, der sich auch anderweitig für Migrationsprojekte einsetzt, sieht KIng auf dem richtigen Weg: „Allerdings gilt es noch eine Strecke zu gehen, um noch möglichst viele Deutsche Mitbürger einzubeziehen.“

 

Quelle:http://www.huntereport.de/web/cms/ausgaben/101124/oldenburg/pdf/10003.pdf

Autor: Sven Hunger -Weilandt

24.11.2010